Ab 1933

Ein Schützenball fand mit Tafel statt. Seine Majestät Arno übernahm den Wein auf seine
Rechnung. Kamerad Erich Knobloch wird zum Adjudanten berufen. Es werden noch gewählt die Kameraden Otto Böhme als stellvertretender Schriftführer, Rudolf Hennig als
stellvertretender Kassierer.
Kamerad Theodor Lange tritt von seinem Posten als Fahnenjunker zurück. An dessen Stelle wird Kamerad Kurt Kühne gewählt, als Aushilfsjunker Kurt Wodke bestimmt.
Seine Majestät Arno stiftet zum Bau eines Kleinkaliberschießstandes einen Betrag von
... M aus der Ministerkasse. Die Stadt soll gebeten werden, das Land dazu kostenlos zu
überlassen. Die Kameraden Baumeister Paul und Emil Schwalbe wurden mit der Ausführung des Baues beauftragt. Laut Anschlag betragen die Kosten 3.092,25 Mark. Bis zum Eintreten des Frostes soll der Schießstand im Rohbau fertig gestellt sein.
Die Eskadron der Gesellschaft erhält, ohne darum nachgesucht zu haben, aus der Gesellschaftskasse einen Betrag zum Abhalten eines Wettreitens. Die Höhe desselben wird in jedem Falle vorher festgesetzt.
Die Gesellschaft beteiligte sich vollzählig am Nationalfeiertag am 1. Mai.
Beim Schützenfest am 25., 26. und 27. Juni errang sich Kamerad Dr. Arthur Fritzsche die
Königswürde.
Bei diesem Schützenfest besuchte auch die Nerchauer Landsmannschaft in Leipzig ihre Heimat.
Es wurden gewählt die Kameraden Max Döche zum ersten und Oswin Hörig zum zweiten
Vorstand. Angemeldet haben sich die Herren Arno Hempel und Joh. Schwalbe. Abgemeldet hat sich Max Richter Schmorditz. Das Ehrenmitglied Ferdinant Foll schied durch Tod aus.

1934

Dem Kamerad Ernst Berge wird der Dank für seine langjährige aufopfernde Arbeit als
stellvertretender Vorsitzender ausgesprochen.
Königsball findet statt. Das Getränk zur Tafel übernimmt seine Majestät.

Angemeldet haben sich Reinhold Zeug, Walter Schneiderheinze und Walter Keilitz; als
Jungschützen: Hermann Pflaume, Armin Döche, Willy Pfühler, Horst Haase.
Abgemeldet haben sich Dr. Breuer und Erich Born. Durch Tod schied aus Ehremitglied
Hermann Keller.

Die Signalarbeiten für den Kleinkaliberschießstand werden von Kamerad Joh. Schwalbe
ausgeführt.
Am 8. April Einweihung des Kleinkaliberschießstandes unter Beteiligung der Partei.
Kleinkalibergewehr und Pistole werden angeschafft. Kamerad Max Döche und Alfred
Käbisch stellen ihre Gewehre gleichzeitig jederzeit zur Verfügung.
Das Bundesschießen in Leipzig wurde von 20 Kameraden besucht.
Zum Vereinsdienstwart wird Kamerad Erich Schwalbe berufen, zum Werbewart Kamerad
Rud. Hennig.
Wehrsportleiter wird stellv. Vorstand Oswin Hörig.
Beim diesjährigen 44. Schützenfest errang die Königswürde
Kamerad Paul Schwalbe.

Anteilscheine vom Groß- und Kleinkaliberschießstand werden ausgelost. Gauschießen Mügeln wurde besucht. Fahne wurde erneuert.

1935

Bei der Verleihung der Ehrenkreuze an Kriegsteilnehmer beteiligt sich die Fahnenabteilung.
Am 24. März wurde das erste Opferschießen abgehalten. Vorstand gedenkt der so glanzvoll verlaufenen Saarabstimmung.

Angemeldet haben sich die Herren Paul Heymer, Kurt Bufe, Hans Peritz und Alfred Arnold.
Als Jungschützen die Herren Werner Zschau und Waldemar König.
Abgemeldet: Alfred Kurth, Deditz, Paul Dietze, Würschwitz, Arthur Gruhl, Richard Gaitzsch.
Durch Tod ausgeschieden Max Schneiderheinze, Trebsen.

Kamerad Theodor Pautze bittet, ihn von dem Posten als Zugführer zu entbinden. Kamerad Max Haase wird Zugführer. Rittmeister Paul Dietze legt sein Amt nieder. Kamerad Otto Winkler wird als Rittmeister berufen. Kleinkaliberanteilscheine werden ausgelost.
Beim 45. Schützenfest errang die Königswürde
Kamerad Ernst Reißig

Gauschießen Zwickau wurde von der Fahnenabteilung besucht. Seine Majestät Ernst stiftet zur Förderung des Schießsports und zum Bau des Kleinkaliberschießstandes 300,00 Mark aus der Ministerkasse. Anteilscheine werden ausgelost. Kamerad Krämer legt sein Amt als Platzmeister nieder, als sein Nachfolger wird Kamerad Richard Schmidt berufen.

1936

Angemeldet haben sich die Herren Walter Leipnitz, Löbschütz, Arthur Pfütze, Neichen,
Fritz Schneiderheinze, Altenhain, Martin Bretschneider, Ehrh. Müller, Arno Andrä, Kurt
Metzner, Nerchau. Abgemeldet Zieler Thiele, Bernahrd Krämer, Erich Knobloch,
Robert Wachsmuth, Helmuth Seidel, ferner durch Tod ausgeschieden: Moritz Oehmichen.
Opferschießen fand am 15. März statt. Von seiner Majestät wird die Reichssportflagge
gestiftet. Auf Veranlassung und Opferbereitschaft seiner Majestät fand am Montag in
Verbindung mit unserem Schützenfest ein großangelegtes Schulfest statt.
Von S. M. Ernst IV. Ministerium wurden der Gesellschaftskasse 320,00 Mark überreicht.
Königsschießen in Wurzen wurde besucht.
Bei dem 46. Schützenfest 1936 errang die Königswürde
Kamerad Arno Hempel

54 Pflichtanteilscheine wurden zurückgezahlt. Die Kameraden Ernst Reißig und Erich
Knobloch opfern ihre Anteilscheine und stiften eine Reichssportfahne.

1937

Angemeldet Herbert Dutschke, Herbert Hentschel Paul Kluge, Fritz Bandrock, Helmut
Schwalbe. Durch Tod ausgeschieden Willy Bauer und Ehrenmitglied Hermann Hessel.
Abgemeldet: Arthur Wetzig, Alfred Kurth, Walter Leipnitz, Kurt Wodke, Paul Haferkorn,
Willy Pfüller.
Unsere Gesellschaft gehört zum Kreis 4. Kreishauptmannschaft Leipzig.
Das Opferschießen erbrachte den schönen Betrag von 53,00 Mark. Das Kreissportfest
Leipzig findet vom 19. bis 27. Juni statt. Ein Zug mit Fahne nimmt an demselben teil.
Seine Majestät finanziert die Kinderbelustigungen und stiftet eine Wehrmannbüchse.
Als stellvertretender Fahnenträger wird Kamerad Kurt Kühne berufen.
Bei dem 47. Schützenfest errang die Königswürde
Kamerad Kurt Kötz

Unser Schützenfest hatte durch Hochwasser zu leiden. Der Platz mußte geräumt werden.
Das Wettreiten konnte nicht stattfinden.
Kamerad Kurt Metzner errang zum Kreissportfest einen Preis in Kleinkaliber mit 132 Ringen.
Kamerad Alfred Käbisch legt sein Amt als Schützenmeister nieder. Auf Grund seiner
schießtechnischen Erfahrungen und seiner jederzeitigen Hilfsbereitschaft zum Wohle unserer Gesellschaft und des gesamten Schießsports wird er in den Beirat berufen.
Schützenhauspächter Paul Kühne tritt aus Gesundheitsrücksichten von seinem Pacht zurück.

1938

Vorstand Max Döche, welcher 9 Jahre die Gesellschaft leitete, lehnt eine Wiederwahl
ab. In Anbetracht seiner großen Verdienste hat ihn der Ältestenrat zum Ehrenmitglied
ernannt.
Kamerad Kurt Kühne wird als Schießleiter berufen. Kamerad Oswin Hörig, bisheriger

2. Vorstand, wird einstimmig zum 1. Vorstand gewählt.
Zum Meisterschaftsschießen erhielten in Großkaliber
Kamerad Käbisch die silberne Medaille
Kamerad Döche die bronzene Medaille,

ferner in Kleinkaliber Kamerad Curt Metzner die silberne Medaille.
Kamerad Erich Schwalbe wird zufolge einstimmiger Abstimmung zum 2. Vorstand berufen.
Für seine 25jährige Tätigkeit als Schriftführer wird Kamerad Paul Holzhausen vom Deutschen Schützenverband eine Ehrenurkunde überreicht.
Als Kassenbote wird unser Schriftleiter beim Schießen Erich Schuster eingesetzt.
Angemeldet die Herren Martin Gatzsche, Herber Geyer, Kurt Träger, Heinz Metzner.
Abgemeldet: Waldemar König jun., Hans Hambach, Paul Heymer, ferner durch Tod ausgeschieden Ehrenmitglied Reinhold Zeug.
Seine Majestät stiftet 50,00 Mark zur Munitionsverbilligung, um den Schießsport zu fördern.
Kamerad Bandrock erhält die Bewirtschaftung des Schützenhauses übertragen, dasselbe
erhält Telefon und Wasserleitung. Die Erdarbeiten führt die Baufirma Koch & Andrä aus,
die Rohre läßt die Stadtgemeinde auf ihre Kosten verlegen.
Unser Heim wird innen und außen gründlich renoviert. Seine Majestät stiftet einen neuen
Herd und Kessel für die Küche. Die Bauarbeiten werden von Kamerad Erich Schwalbe, die
Malerarbeiten von Kamerad Otto Böhme ausgeführt.
Kamerad Rudolf Reißig wird zum Rittmeister ernannt.
Der Vorstand wird als Mitarbeiter im Unterkreis Grimma berufen.
Beim Neubau des Hitlerjugendheimes beteiligt sich die Gesellschaft an den Erdarbeiten in
2 Abteilungen.

Kamerad Kurt Metzner ist Vereinsmeister im Kleinkaliber für 1938, Kamerad Max Döche
ist Vereinsmeister im Großkaliber für 1938. Beim 40. Schützenfest errang
Kamerad Kurt Kühne die Königswürde.

-letzte Eintragung !



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