Das 25. Schützenfest

.. fand am 19., 20. und 21. Juni 1910 statt.

Bei demselben gab Herr Hermann Kauerhof den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.

Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Paul Kühne, Max Haase, Martin Fischer,
Woldemar Kulk, Richard Sieber, Max Seidel, Erich Patzsch, Max Lötzsch, Paul Zeisig
und Willy Lehmann, Nerchau.

Am 20. Februar 1910 übernimmt Herr Paul Kühne die Bewirtschaftung des Schützenhauses.
Es wird beschlossen, eine Fahne anzuschaffen. Herr Paul Schwalbe übernimmt für den
erkrankten Kassierer Wötzold einstweilen dessen Posten.
Es erfolgte die Auslosung von 13 Stück Schuldscheinen.

Das 26. Schützenfest wurde am 18., 19. und 20. Juni 1911 abgehalten. Bei demselben errang Herrn Max Glauch, Deditz die Königswürde.

Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Franz Fritzsch, Richard Wagner,
Otto Schneider, Otto Winkler, Nerchau, Franz Eschke, Schmorditz, Oswin Hentschel, Zöhda, Hermann Steuber, Golzern.
Durch Tod scheiden aus die Herren Kommerzienrat Hessel, Theodor Wötzold und Hermann Müller.
Da man zur Anbringung des königlichen Wappens in der Fahne keine Genehmigung erhielt, beschließt man, das Stadtwappen in derselben anzubringen. Herr Pfarrer Dr. Hoppe hält die Festrede bei der am 18. Juni 1911 stattgefundenen Weihe der Fahne. Als erster Fahnenträger wurde Herr Arno Stolze und Herr Ernst Vieweger als Kassierer gewählt.
Herr Karl Schneider stiftet einen Betrag von 450,00 Mark als "Karl-Schneider-Stiftung".
Um den Besuchern des Schützenhauses einen Ausblick in das schöne Muldental zu verschaffen, beschließt man, eine Veranda anzubauen.
Es findet die Auslosung von 13 Stück Schuldscheinen statt.

Am 23., 24. und 25. Juni 1912 fand das 27. Schützenfest statt. Die Königswürde bei demselben errang Herr Otto Pfütze.

Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Hugo Dittrich, Nerchau und Gustav Hoffmann, Schmorditz. Herr Paul Holzhausen wird als Schriftführer gewählt.
Herr Max Glauch wird zum Vorsitzenden gewählt und der bisherige Vorsitzende Herr Heinrich Liebscher zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Herr Karl Kohlbach stiftet einen Betrag von 200,00 Mark. Die Zinsen davon soll derjenige
Schütze erhalten, der den drittbesten Schuß auf die Königsscheibe abgibt.
Man beschließt, nach dem Schützenhause Gasleitung legen zu lassen. Vom Verschönerungsverein ist versucht worden, den Schützenplatz als Eisbar herzurichten. Infolge Schwierigkeiten hat man davon Abstand genommen.
Es wurden 13 Stück Schuldscheine ausgelost, so daß noch 87 Stück auszulosen sind.

Das 28. Schützenfest fand am 22., 23. und 24. Juni 1913 statt. Bei demselben gab
Herr Alfred Nerche den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.

Die Herrn Karl Kohlbach, Reinhard Glauch und Franz Haferkorn wurden zur Ehrenmitgliedern ernannt. Herr Franz Schuster leen sein Amt als stellvertretender Vorsitzender nieder, Herr Ernst Berge wird dessen Nachfolger. Herr Max Döche wird nun in den Ausschuß gewählt.
Die Statuten sollen gänzlich erneuert werden.
Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Paul Kretzschmar und Paul Beurich.
Durch Tod ausgeschieden sind die Herren Paul Däberitz, Karl Kohlbach und Friedrich Görlitz.
Die Sanitätskolonne vom Roten Kreuz tritt nun als Mitglied bei.
Zur Auslosung gelangten wieder 13 Stück Schuldscheine.

Das 29. Schützenfest fand am 21., 22. und 23. Juni 1914 statt. Bei demselben gab

Herr Max Döche den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
Aufgenommen wurden die Herren M. Eckart, R. Berger, Nerchau und R. Röder, Golzern.
Durch Tod ausgeschieden sind die Herren Theodor Pfütze, Ernst Vieweger und W. Kretzschmar.
Anstelle des verstorbenen Kassierers Ernst Vieweger wird Herr Louis Kötz gewählt.
Die neuen Statute werden nach einigen Abänderungen angenommen und Herr Bernhard Noack beauftragt, davon 300 Stück in Druck anzufertigen.
Herr Max Döche stiftet ein Schießfenster, Herr Max Haase ein zweites desgleichen.

Kriegsausbruch

Außer vielen anderen Schützenbrüdern ist auch der Vorsitzende Herr Max Glauch zur Fahne einberufen worden. Als dessen Stellvertreter übernimmt Herr Ernst Berge die Leitung der Gesellschaft.
Man stiftet dem Roten Kreuz einen Betrag von 25,00 Mark sowie weitere 100,00 Mark für Bedürftige der Stadt. Vergnügungen und angesetztes Preisschießen fallen aus. Die im Feld stehenden Schützenbrüder erhalten Liebesgaben. Kamerad Krake erhält 2 Spenden von je 20,00 Mark.
Kriegsteilnehmer wurden von Steuern befreit. Schützenkönig Herr Max Döche schenkt der Gesellschaft 10 Gewehre (Modell 71).

1915
Aufgenommen wurde Herr Woldemar König. Neuwahlen fanden in diesem Jahre nicht statt. Die Gesellschaft bildet wehrfähige Männer im Schießen aus. Es wurden wieder Liebesgaben ins Feld geschickt. Schützenbruder Zeisig stiftet eine Kiste gute Zigarren. Ehrenvorsitzender Herr Heinrich Liebscher verzichtet auf die ihm jährlich für Aufbewahrung der Fahne zustehenden 15,00 Mark. Der Schützenhauspacht wird auf 200,00 Mark festgelegt. Die oben erwähnten 10 Stück Gewehre wurden von der Militärbehörde eingezogen. Der Schriftführer Herr Paul Holzhausen wird zur Fahne einberufen, seinen Posten übernimmt Herr Martin Fischer, dessen Stellvertreter wird Herr
Paul Herfurth.

Die Schützenwiese wird dem Landsturm, Bataillon Golzern zum Exerzieren zur Verfügung
gestellt. Durch Herrn Beamtenschuldirektor Krause findet auf der Schützenwiese die
Benagelung eines Kriegskreuzes statt.
Es wurden 13 Schuldscheine ausgelost.

1916

Zur Zeit stehen 38 Schützenbrüder im Feld. Für die Schützenhausbewirtschaftung wird
der Pachtpreis auf 100,00 Mark herabgesetzt.

1917

Während der Dauer des Krieges werden die jährlichen Vereinssteuern von 8,00 Mark auf
5,00 Mark herabgesetzt. Für die zum Verkauf uns gebotene Tanzzeltplane geht ein Gebot
von 7,00 Mark pro Meter ein, wofür dieselbe verkauft wird.

1918

In diesem Jahr ist eine Tätigkeit nicht nachzuweisen, ein Protokoll existiert nicht.

1919

Die zurückgekommenen Kriegsteilnehmer werden im "Feldschlößchen" begrüßt und die
Gefallenen: Paul Zeisig und Martin Fischer durch Erheben von den Plätzen geehrt.
Der stellvertretende Vorsitzende Herr Ernst Berge übergibt die Leitung der Gesellschaft
dem Vorsitzenden Herrn Max Glauch.
Schützenkönig Herr Max Döche stiftet eine Ehrentafel für unsere Gefallenen. In diesem
Jahre wurde ein Schützenfest ohne Königsschießen abgehalten.
Aufgenommen wurden die Herren Hans Adam, Reinhold Fritzsche, Reinhold Schneider,
Arthur Weise und Max Pfütze, Nerchau und Gastwirt Hille, Golzern.
Herr Theodor Pautze wird zum Platzmeister gewählt.

 




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